Desktop-Virtualisierung mit Microsoft: Worauf es bei VDI-Projekten ankommt

Der Trend zum Homeoffice und zur mobilen Arbeit hat die Verbreitung von virtuellen Desktops massiv ansteigen lassen. Doch wo liegen Fallstricke bei virtuellen Desktop-Umgebungen – und worauf sollten Sie bei der Implementierung achten?

Eine Virtual-Desktop-Infrastruktur (VDI) auf Basis von Microsoft macht den Weg frei für den ortsunabhängigen, sicheren Zugriff auf Remote-Desktops, Dateien und Anwendungen. Damit ist sie ein essenzieller Bestandteil jeder Digital Workspace-Lösung.

Mobil arbeiten dank Desktop-Virtualisierung

Der Windows Virtual Desktop ist ein in einer Cloud ausgeführter Dienst. Dies ermöglicht die Desktop- und App-Virtualisierung ohne On-Premise-Infrastruktur. Für Unternehmen, die bereits Windows 365 verwenden, stellt diese von weiteren Lizenzkosten befreite Technologie eine einfache und kosteneffiziente Lösung für Homeoffice und Co. dar.

Die Umsetzung von VDI-Projekten ist jedoch alles andere als trivial: Was gilt es bei der Umsetzung einer Desktop-Virtualisierung mit Microsoft zu berücksichtigen? Welche Faktoren sind besonders relevant? Diesen wichtigen Fragen rund um Ihr VDI-Projekt wollen wir in diesem Beitrag nachgehen.

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Was bedeutet eigentlich VDI?

Der Trend zum Homeoffice und zur mobilen Arbeit hat die Verbreitung von virtuellen Desktops gefördert: Immer mehr Unternehmen suchen eine praktikable Möglichkeit, ihre Mitarbeiter mit der Unternehmens-Infrastruktur zu verbinden. Doch die Recherche kann sich verwirrend gestalten, schwirren doch viele missverständliche Begriffe durch das World Wide Web. Schaffen wir etwas Klarheit.

Für den Erfolg Ihres Projektes ist es wichtig, die häufig genutzten Begriffe Desktop-Virtualisierung und virtuelle Desktop-Infrastruktur (VDI) auseinander zu halten. Diese sind keineswegs Synonyme, auch wenn sie oft als solche verwendet werden.

Desktop-Virtualisierung fungiert als Oberbegriff für die vielen verschiedenen Arten, einen Desktop zu virtualisieren. VDI stellt eine Möglichkeit davon dar. Tatsächlich haben sich in den letzten Jahren Cloud-basierte virtuelle Desktops (VDI) als beliebtestes Bereitstellungsmodell durchgesetzt.

Dabei nutzt eine virtuelle Desktop-Infrastruktur die virtuellen Maschinen (VMs) eines Rechnernetzwerks, um beliebig viele virtuelle Desktops auszuliefern. Windows VDI hat dieses Prinzip für Windows-Umgebungen umgesetzt. Es ist damit ideal geeignet, wenn Sie bereits Windows 356 nutzen und Ihre IT mehrere benutzerdefinierte Desktops mit gleichartigen Einstellungen bereitstellen soll.

Desktop-Virtualisierung

VDI: Die Vorteile der Desktop-Virtualisierung mit Microsoft

Unternehmen erhoffen sich von Windows Virtual Desktop vor allem eine Zeit- und Kostenersparnis sowie eine Steigerung der Produktivität – sowohl für die mobil arbeitenden Mitarbeiter als auch für die betreuende IT-Abteilung.

Eine Forrester Studie aus dem Jahr 2021 hat untersucht, wie sich die Windows VDI-Lösung auf Aspekte wie Produktivität und Finanzen in den betreffenden Unternehmen auswirkt.

Das Ergebnis:

  • Die Kosten für IT-Infrastruktur und Lizenzen sanken in den befragten Unternehmen im Schnitt um 34 %.
  • 59 % Kosteneinsparungen gab es bei IT-Bereitstellung und -Wartung.
  • Pro Window VDI-User stieg die Produktivität um 22 Personenstunden jährlich.

Windows Virtual Desktop bringt also deutliche Vorteile mit sich, die wir uns im folgenden noch genauer ansehen.

Optimiertes und sicheres IT-Management mit VDI

Mit Windows VDI erzeugen Sie ohne zusätzliche Gateway-Server eine flexible und skalierbare Arbeitsumgebung für Ihre Mitarbeiter. Die Lösung ermöglicht individuelle Besitzer über persönliche Desktops. Sie können außerdem nach Belieben Benutzer zuweisen, um den Fernzugriff über ein frei wählbares Gerät herzustellen.

Auch Ihre IT-Pflege vereinfacht sich. Updates müssen statt an jedem einzelnen Rechner nur auf dem Server installiert werden. Ein Diagnose-Tool hilft Ihnen, Fehler zu beheben. Auch die Sicherheit Ihres Netzwerks profitiert, da alle Daten zentral auf dem Server liegen und Sie auf der übersichtlichen Verwaltungsoberfläche die Zugriffe über die Clients exakt steuern können.

Erhöhte Produktivität

Warum verbessert sich durch eine virtuelle Desktop-Infrastruktur die Produktivität der Mitarbeiter? Ganz einfach: All die üblichen Verzögerungen, die durch Konnektivitäts- und Schnittstellenprobleme entstehen, fallen weg. Windows VDI funktioniert mit allen gängigen Betriebssystemen und Endgeräten.

Kosteneinsparungen

Mit Hilfe von Desktop-Virtualisierung sparen Sie durch mehr Produktivität und eine effiziente Verwaltung indirekt Kosten ein. Doch auch ganz direkt hilft Ihnen Windows VDI, Ihre IT-Kosten zu reduzieren. Denn Sie benötigen vor allem weniger leistungsstarke Hardware für die einzelnen Arbeitsplätze, weil alle Bildschirmausgaben direkt auf dem Server generiert und nur noch auf den Client übertragen werden.

Darauf kommt es bei der Implementierung eines Windows Virtual Desktop an

1. Integrieren Sie Ihr VDI-Projekt in Ihren Digital Workspace-Ansatz

Es wäre ein Fehler, die Desktop-Virtualisierung losgelöst von den übrigen Lösungen für Ihre mobile Arbeitsumgebung zu betrachten. Betten Sie stattdessen Windows VDI in den Digital Workspace ein. Damit erreichen Sie einen reibungslosen Workflow und eine zufriedenstellende User Experience.

2. Berücksichtigen Sie alle Bereitstellungsfaktoren

Einfach einloggen und los arbeiten? Das klappt erst, wenn alle Variablen der virtuellen Infrastruktur optimal aufeinander abgestimmt sind. Bei der Planung der virtuellen Desktop-Infrastruktur sollten Sie daher folgende Aspekte im Blick behalten:

  • Die verschiedenen Benutzergruppen und deren Aufgaben
  • Spezifische Software und Anwendungen sowie dafür nötige Lizenzierungen
  • Die Netzwerkanbindung und Endgeräte Ihrer Mitarbeiter
  • Die Datensicherheit (geschäftskritische Daten und Benutzerdaten)

3. Stellen Sie sicher, dass Sie die technischen Anforderungen erfüllen

Bereiten Sie Ihre Infrastruktur sorgfältig auf die Nutzung des Windows Virtual Desktops vor. Vereinfacht zusammengefasst müssen folgende Voraussetzungen gegeben sein:

  • Azure Active Directory (ein cloudbasierter Windows-Dienst für die Identitäts- und Zugriffsverwaltung)
  • Ein Azure-Abonnement
  • Gültige Lizenzen für die Desktops und Apps
  • Ein Netzwerk mit einer Roundtrip-Latenz unter 150 ms

Experis unterstützt Sie bei Ihrem VDI-Projekt

Es kann herausfordernd sein, anspruchsvolle IT-Projekte neben Ihren täglichen Kernaufgaben umzusetzen. Gehen Sie deshalb strategisch mit Ihren wertvollen Ressourcen um und legen Sie Ihre Windows-VDI-Implementierung in erfahrene Hände.

Bei Experis sorgt ein Team aus Microsoft-Experten dafür, dass Ihre Desktop-Virtualisierung perfekt mit Ihrem Digital Workspace harmoniert und exzellente Ergebnisse bringt. Schreiben Sie uns – wir beraten Sie gerne.