Bei IT-Projekten kommt es auch auf Soft Skills an

Unternehmenskunden erwarten von ihren Dienst­leistern nicht nur technisches Knowhow, sondern auch Soft Skills. Doch welche Soft Skills werden benötigt?

Gespräch zwischen zwei IT-Experten über Soft Skills

Gefragt sind heutzutage Soft Skills wie Verständnis und Einfühlungs­vermögen im geschäftlichen Kontext, ebenso wie methodische und soziale Kompetenzen.

Trotzdem hält sich hartnäckig das Klischee des unbeholfenen Computer-Nerds, möglicher­weise in weißen Socken und Birkenstock-Latschen, der für Außen­stehende schwer verständlich ist. Ein Beispiel dafür ist Warlock Freddie Kaludis in "Stirb langsam 4.0", der Bruce Willis und seinem jungen Begleiter mit einem Hack hilft. Moderne IT-Fachkräfte sind jedoch gut darin, sich klar auszu­drücken, passend zu kleiden und sich angemessen zu verhalten.

Ein professionelles Auftreten ist eine der Erwartungen, die Firmen­kunden heute neben fachlichem Know-how an ihre IT-Dienst­leister stellen. Darüber hinaus ist ein Verständnis für Geschäfts­prozesse, idealer­weise für die spezifische Branche und im besten Fall für das jeweilige Unternehmen oder die betreffende Abteilung von großer Bedeutung.

Gutes Auftreten und Interesse am Kunden sind das A&O

Es ist wichtig, Interesse am Kunden zu zeigen und die richtigen Fragen zu stellen. Gute IT-Dienst­leister wie Experis achten daher bei ihren Beratern, Sales und Kunden­betreuern auf solche Soft Skills 

Weitere Soft Skills sind:

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Präsentationsfähigkeit
  • Interkulturelle Kompetenz
  • Teamfähigkeit
  • Zeitmanagement
  • Kreativität und Flexibilität
  • Effektivität und Effizienz

Zielgruppengerechte oder inter­kulturelle Ansprache

Kommunikations­fähigkeit bedeutet nicht nur, sich klar auszu­drücken, sondern auch die Fähigkeit, sich zielgruppen­spezifisch zu kommunizieren. Es ist wichtig, Fach­begriffe so zu erklären, dass sie von allen verstanden werden. IT-Verant­wortliche beim Unternehmens­kunden wissen, was eine Multi-Cloud oder eine DMZ (Demilitarisierte Zone) ist, der Geschäfts­führer oder Abteilungs­leiter möglicher­weise nicht. Gleiches gilt auch für die Präsentation und Formalisierung von Sachverhalten.

Interkulturelle Fähigkeiten sind ebenfalls wichtig, um alle Stakeholder, unabhängig von ihrer Position, Ursprungs­land oder ihrem Hinter­grund, effektiv einzubeziehen. So sollten IT-Experten, Geschäfts­führer, Controller, Vertriebs­leute, Abteilungs­leiter oder einfache Mitarbeiter möglichst eine Sprache finden, die alle verstehen.

In der Kürze und Einfachheit liegt die Würze

In der Präsentation von Informationen liegt oft die Kunst der Klarheit. Mit Fach­begriffen um sich zu werfen, mag zwar Kompetenz versprühen, doch es ist wichtig, Fach­begriffe zu verwenden, denen alle Teilnehmer folgen können.

Der britische Philosoph Bertrand Russell war übrigens ein Meister darin, das Niveau seiner Schriften der Zielgruppe anzupassen. So schwer wie seine Auto­biografie im Original, so kinder­leicht sind manche seiner Essays zu lesen.

Soft Skills sind Bestandteil der People IT

Ebenso wichtig wie die Präsentation ist das Zeit- und Projekt­management, was auch für die Projekt­umsetzung gilt. Besonders gefragt im Umgang mit Kunden sind Team­fähigkeit, Kreativität und Flexibilität.

Das Unvermögen, sich flexibel auf Kunden­wünsche oder neue Anforderungen einzustellen, kann schnell dazu führen, dass man aus einem Projekt ausscheidet. Dies fällt natürlich auch auf das betreffende Dienst­leistungs- oder Beratungs­unter­nehmen zurück.

Experis legt daher als IT-Dienst­leister der ManpowerGroup und gemäß der eigenen Devise von "People IT" Wert darauf, seine Mitarbeiter entsprechend zu schulen. Denn Soft Skills wie die genannten sind heutzutage in Kunden­projekten von entschei­dender Bedeutung.