Frei, flexibel, erfolgreich: So arbeiten IT Freelancer
Spezialisten mit Expertenwissen, die für Projekte aller Art gebucht werden: IT-Freelancer sind im Zeitalter der Digitalisierung äußerst gefragt. Und das natürlich nicht nur im Technologiesektor. Heutzutage setzen Unternehmen aus verschiedensten Bereichen digitale Transformationen um. Entsprechend sind freiberufliche IT-Mitarbeiter quer durch die Branchen verbreitet.

Die Marktsituation ist exzellent: Freie IT-Profis mit entsprechender Qualifikation profitieren von einer großen Auswahl an Aufträgen. Wie IT-Freelancer arbeiten, welche Schritte zur Selbständigkeit führen und nicht zuletzt die Verdienstmöglichkeiten: Das wollen wir Ihnen nun etwas genauer darstellen.
Was macht ein IT-Freelancer?
Als Selbständige stehen Freelancer logischerweise nicht in Festanstellung bei einem Arbeitgeber, sondern arbeiten frei. Sie werden zum Beispiel tageweise oder länger für Projekteinsätze gebucht. Das gilt übrigens als freiberufliche Tätigkeit: Die Anmeldung eines Gewerbes ist meistens nicht nötig.
Freiberufler können sich ihre Zeit frei einteilen, sie sind anders als Angestellte nicht weisungsgebunden – sie sind ihr eigener Chef. Dafür müssen sie aber die Vorgaben des Auftraggebers erfüllen, pünktlich liefern, gegebenenfalls nachbessern und, wenn es hart auf hart kommt, schon auch mal ordentlich Überstunden schieben.
Aus Sicht der Auftraggeber ist die Flexibilität und Verfügbarkeit der Freien ein enormer Pluspunkt. Denn die Digitalisierung fordert den Unternehmen rapide Anpassungen an neue IT-Technologien ab. Dabei sind sie oft auf externe Unterstützung angewiesen, um ihre Personalkapazitäten kurzfristig zu skalieren. Wenn IT-Leader Freie buchen, verursacht das zwar Kosten. Aber die sind deutlich geringer als die mit einer Einstellung verbundenen langfristigen Aufwände. Darüber hinaus sind derzeit am Markt teils schlicht nicht genug IT-Skills für Einstellungen verfügbar. In Zeiten des Fachkräftemangels stellen Freelancer für Arbeitgeber eine besonders gute Lösung dar. Typischerweise herrscht bei Projektteams daher ein Mix aus Freien, Zeitarbeitern und Festangestellten.
Wie wird man IT-Freelancer?
Der Schritt in die große Freiheit der Selbständigkeit steht nicht unbedingt am Anfang einer IT-Karriere. Die meisten frischgebackenen Freien verfügen zum Zeitpunkt ihres Wechsels über viele Jahre Berufserfahrung – für Kunden eine nicht ganz unwichtige Qualitätsgarantie. Was sind die Voraussetzungen für erfolgreiche IT-Freelancer? Zunächst einmal brauchen Sie natürlich exzellente IT-Skills. Dabei lohnt es sich, sich zu spezialisieren, da dies Wettbewerbsvorteile verschafft.
Nötig sind aber auch bestimmte Soft Skills, die sich teilweise vom Profil eines Angestellten etwas unterscheiden. Dazu zählen Kommunikationsfähigkeit, Organisiertheit, Lösungsorientiertheit, hohe Motivation und Disziplin. Einschlägige Studienabschlüsse und Zertifikate für Fachkurse, Methoden usw. sind zwar nützlich, aber weniger zwingend als auf manchen anderen Berufsfeldern. Erfahrung wiegt fehlende Diplome in vielen Fällen auf.
Praktisch ist es für Sie als IT-Freelancer immens wichtig, Ihr Netzwerk zu pflegen, um die Akquise zu erleichtern. Bauen Sie bewusst ein professionelles Profil auf, halten Sie aussagekräftige Referenzen bereit, und achten Sie auf Ihre Weiterentwicklung. Denn IT-Fähigkeiten werden immer schneller obsolet. Um so wichtiger ist es, den Markt zu beobachten, um Skills mit zukünftigem Potenzial frühzeitig identifizieren, erlernen und dann vermarkten zu können. Naturgemäß geht mit dem Selbständigendasein auch ein größerer administrativer Aufwand einher als mit einer Festanstellung. Vor einer Projektaufnahme müssen beispielsweise etliche versicherungstechnische Dinge geklärt sein (Compliance Check, Scheinselbständigkeit, Krankenversicherung usw.).
IT-Freelancer werden: Die Vor- und Nachteile
Damit sind wir bei den Vorzügen und Kehrseiten dieser Form des Arbeitens. Zunächst die Vorteile: IT-Freelancer genießen hohe persönliche Unabhängigkeit. Oft können sie im Home Office oder eigenen Büro arbeiten. Dazu kommen maximale zeitliche Flexibilität und garantierte Abwechslung im Job durch wechselnde Auftraggeber, Projekte und Unternehmen. Als spezialisierte Experten werden IT-Freelancer oftmals fachlich hoch gefordert. Und sie verdienen meistens sehr gut.
Nachteile gibt es natürlich auch. IT-Freelancer müssen einigen Akquiseaufwand betreiben, um immer ausreichend Aufträge in der „Pipeline“ zu haben. Einkommensschwankungen sind für Selbständige unvermeidlich. Immer wieder kommt es leider auch zu Zahlungsverzug, manchmal sogar zu einem Zahlungsausfall. IT-Freelancer haben keinen bezahlten Urlaub. Wie schon erwähnt, fallen außerdem diverse administrative Tätigkeiten an: Freiberufler kümmern sich eigenständig um ihre Krankenversicherung, müssen den Status einer Scheinselbständigkeit vermeiden, erledigen Buchhaltung, Projektmanagement und Vertragsverhandlungen. Nicht für alle Persönlichkeitstypen ist es außerdem einfach, Beruf und Privates so zu trennen, dass der freie Job nicht zu Lasten der Work-Life-Balance geht.
Die Vor- und Nachteile sollten Sie unvoreingenommen gegeneinander abwägen und dabei auch prüfen, ob Sie ausreichend Risiko-tolerant sind. Dann natürlich können große konjunkturelle Einbrüche wie etwa in Folge der Corona-Pandemie die Auftragslage schnell verschlechtern. Andererseits hat die Pandemie gerade im IT-Bereich zu verstärkter Nachfrage geführt. Fest oder frei? Letztlich ist auschlaggebend, was besser zu Ihnen persönlich passt.
Zahlen und Fakten: Was verdient man als IT-Freelancer?
Rein rechnerisch spricht jedenfalls einiges für die Selbständigkeit. Laut einer Umfrage von Freelancermap verdienen 63 % der Freien mehr als Festangestellte.
Als durchschnittlichen Stundensatz geben die Befragten dabei an: SAP-Experte 116 Euro, IT-Infrastruktur 92 Euro, Entwicklung / Tech / Data 89 Euro. Aktuell besonders nachgefragte IT-Bereiche sind gemäß der Lünendonk-Studie 2022 Cloud-Transformation, IT-Modernisierung, Data Analytics, Customer Experience Management, Softwareentwicklung / -implementierung sowie künstliche Intelligenz / maschinelles Lernen.
Auftragsakquise: Wie findet man als IT-Freelancer gute Jobs und attraktive Projekte?
Der Erfolg Ihrer Karriere als IT-Freelancer steht und fällt mit Ihren Aufträgen. Die Akquise ist deshalb mit das wichtigste Thema für Selbständige. Wie kommen Sie an Jobs und Projekte? Oft geschieht das durch fachliche und berufliche Kontakte aus Ihrem Netzwerk, also letztlich durch Mundpropaganda. Darauf alleine sollten Sie sich aber nicht verlassen, sondern auch auf Job- oder Projektportalen Präsenz zeigen und dort nach Projekten Ausschau halten.
Besonders komfortabel und effizient sind dafür spezialisierte Job-Experten wie Experis. Durch solche Angebote profitieren Sie von einer erhöhten Kontinuität in der Auftragslage. Mit Experis müssen IT-Freelancer keine eigene Akquise betreiben und bekommen administrative Unterstützung, beispielsweise bei der Rechnungstellung – für Freiberufler ein ziemlich wertvolles Tool.
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